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Strategie der Fachkräfteoffensive NRW

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Strategie zur Fachkräfteoffensive NRW

Gemeinsam.Stärken.Fördern.

Nordrhein-Westfalen sichert Zukunft. Mit der Fachkräfteoffensive NRW setzt die Landesregierung ein deutliches Signal und verbindet es mit einem zentralen Versprechen: Alle Menschen in Nordrhein-Westfalen, die sich mit ihrem Wissen und ihren Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt einbringen möchten, werden dazu die Chance erhalten. Die Strategie der Fachkräfteoffensive bindet Unternehmen, Kammern, Verbände, Sozialpartner und die Arbeitsverwaltung ein.

Fachkräfteoffensive NRW – gemeinsames Handeln aller Akteure aus Gesellschaft und Wirtschaft

Die Fachkräftesicherung ist eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahre. Schon jetzt ist die Situation in vielen Branchen und Regionen angespannt und der demografische Wandel wird sich besonders erkennbar machen: In den nächsten zehn Jahren werden allein aus Altersgründen 1,5 Millionen Beschäftigte aus Nordrhein-Westfalen aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden. Zudem nimmt auch der Anteil junger Menschen im Vergleich zu den älteren, die bald das Renteneintrittsalter erreichen, immer weiter ab. In vielen Branchen wie der Pflege, im Bereich Erziehung und Bildung oder im Handwerk werden dringend Fachkräfte gesucht.


Angesichts der großen gesellschaftlichen Herausforderungen durch den demografischen Wandel - verbunden mit der grünen und digitalen Transformation - hat die nordrhein-westfälische Landesregierung mit der Fachkräfteoffensive NRW einen gemeinsamen Handlungs- und Aktionsplan entwickelt, um Aktivitäten und Maßnahmen zur nachhaltigen Fachkräftesicherung stärker zu bündeln und wirksam miteinander zu verzahnen.

Zusammen mit Unternehmen, Kammern, Verbänden, Sozialpartnern sowie der Arbeitsverwaltung werden im Rahmen der Fachkräfteoffensive NRW Ideen zur Fachkräftesicherung entwickelt und umgesetzt. Bei allen Aktivitäten werden die Anforderungen einer qualitativ hochwertigen Aus- und Weiterbildung sowie die Grundsätze von fairer Bezahlung und guten Arbeitsbedingungen beachtet. Dabei gilt es auch, tradierte, noch bestehende Zuordnungen von Geschlechtern auf bestimmte Berufe aufzubrechen sowie die Chancen, die in der Diversität unserer Gesellschaft liegen, zu nutzen.

Mit der Fachkräfteoffensive NRW verbindet die Landesregierung ein zentrales Versprechen an die Menschen und die Wirtschaft des Landes: Jeder Mensch, der sich mit seinem Wissen und seinen Kompetenzen auf dem Arbeitsmarkt einbringen möchte, wird diese Chance erhalten.

Die Fachkräfteoffensive NRW setzt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales gemeinsam mit dem Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration, dem Ministerium für Schule und Bildung sowie dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen um.

Im Überblick Schwerpunkte und Herausforderungen

Die Landesregierung hat erkannt, dass dem Fachkräftemangel nur zielführend begegnet werden kann, wenn der demografische Wandel in allen Lebensphasen berücksichtigt wird. Deshalb wird insbesondere die berufliche Bildung gestärkt und Nordrhein-Westfalen soll zum Berufsbildungsland Nr. 1 werden.

Die Landesregierung ergreift die grüne und digitale Transformation als Chance, um Nordrhein-Westfalen nachhaltig wettbewerbsfähig aufzustellen. Die Digitalisierung soll dafür sorgen, komplexe Prozesse zu vereinfachen und somit Ressourcen zu schonen. Eine erfolgreiche grüne Transformation wird das Land Nordrhein-Westfalen nachhaltig aufstellen und zum Vorreiter im Klimaschutz machen. Damit diese gelingt, müssen die Kapazitäten in den für die klimaneutrale Transformation einschlägigen Berufen kurzfristig gesteigert werden.

Die Landesregierung identifiziert Lösungsansätze, um das vorhandene Potential in Nordrhein-Westfalen zu aktivieren. Dies bedeutet, die Teilhabe am Arbeitsmarkt allen Menschen zu ermöglichen, indem die Landesregierung sie zielgerecht fördert. Eine gute Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder und Jugendlichen gilt hier als Grundbedingung, um alle Potentiale zu wecken. Der verstärkte Abbau von Beschäftigungsbarrieren für Menschen mit einer Behinderung verwirklicht zugleich eine zukunftsorientierte Inklusion und erschließt weitere Beschäftigungspotentiale. Für eine geschlechtergerechte Teilhabe am Arbeitsmarkt bedarf es zudem gezielter Maßnahmen, um das bisher nicht ausreichend genutzte Potential von Frauen als Fachkräfte bestmöglich auszuschöpfen.

Allein mit Arbeitskräften aus Nordrhein-Westfalen wird der Fachkräftemangel nicht zu beheben sein. Durch beschleunigte Berufsanerkennungsverfahren sowie die Weiterentwicklung der Zentralstelle Fachkräfteeinwanderung wird die Landesregierung den Weg für ausländische Fachkräfte verbessern. In diesem Prozess können auch Anregungen der NRW-Außenrepräsentanzen aufgenommen werden. Das Werben um die Fachkräfte wird deshalb über die Grenzen von Nordrhein-Westfalen hinweggehen und nur gelingen, wenn Nordrhein-Westfalen eine entsprechende Willkommens- und Integrationskultur entwickelt und allgemeine Standortbedingungen, wie z. B. bezahlbaren Wohnraum, optimiert.