Krankenhausstrukturfonds: Landesregierung und Krankenkassen unterstützen Philippusstift in Essen mit rund 90,3 Millionen
Förderung ermöglicht Neubau und Umbauten am Standort
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat am Freitag, 25. September 2026, in Düsseldorf im Rahmen des Krankenhausstrukturfonds einen Förderbescheid über insgesamt rund 90,3 Millionen an das Krankenhaus Philippusstift in Essen vergeben.
Von der Gesamtsumme stellt das Land rund 40,1 Millionen Euro zur Verfügung. Rund 50,2 Millionen Euro werden von den Gesetzlichen Krankenversicherungen bereitgestellt.
Mit der Förderung werden im Sinne einer zukunftsfesten Krankenhausversorgung notwendige Strukturveränderungen in der Krankenhauslandschaft in Essen unterstützt. Die Förderung ermöglicht die Konzentration sämtlicher somatischer (also körperlicher, nicht psychiatrischen) Leistungen vom Ende 2020 geschlossenen Marienhospital Altenessen an den Standort Philippusstift Essen. Beide Standorte gehören zum Krankenhausträger Contilia. Konkret fließt die Förderung am Standort Philippusstift in einen Neubau, der unter anderem die Geriatrie und die Zentrale Notaufnahme umfassen soll, sowie in Umbauten: In den Bestandsgebäuden sollen unter anderem eine neue Intensivstation und Stroke Unit entstehen. Diese Maßnahmen sind Teil der umfassenden Neuaufstellung, die Contillia plant. So soll daneben der Contilia-Krankenhausstandort Haus Berge, welcher heute ein Geriatrie-Zentrum ist, künftig die stationäre Psychiatrie aufnehmen.
Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Mit der Förderung investieren wir vor dem Hintergrund der Schließung des Marienhospitals sowie des St. Vincenz in das Philippusstift und ermöglichen dort einen Neubau sowie wichtige Umbauten. Damit stärken wir den Standort, die Behandlungsqualität und die somatische Versorgung im Essener Norden. Ich freue mich sehr, dass das Land Nordrhein-Westfalen zusammen mit den Krankenkassen dieses Vorhaben unterstützt.“
Carsten Preuß, Geschäftsführer des Philippusstift Essen: „Der heutige Tag ist ein Meilenstein. Wir danken Bund und Land für das Vertrauen und die großzügige Unterstützung. Dafür gilt mein Dank allen Unterstützerinnen und Unterstützern, insbesondere dem NRW-Gesundheitsministerium, den Krankenkassen, der Kommunalpolitik und – nicht zuletzt – allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Jetzt freuen wir uns darauf, die nächsten konkreten Schritte in der Umsetzung zu gehen.“
Für Strukturveränderungen bezüglich des Philippusstifts in Essen wurden in der Vergangenheit bereits Gelder aus dem Krankenhausstrukturfonds bereitgestellt. Diese Mittel mussten jedoch zwischenzeitlich zurückgeführt werden, da sich trägerseitig die konkret geplanten Vorhaben im Laufe der Zeit aufgrund von veränderten Rahmenbedingungen vor Ort und vor dem Hintergrund der neuen Krankenhausplanung verändert hatten. Diese Änderungen wurden in neuen Förderanträgen berücksichtigt, sodass die Förderungen nun wieder bewilligt wurde. Die Fördermittel werden jährlich anhand des Baufortschritts an den Krankenhausträger ausgezahlt.
Hinweis
Am 25. September 2026 hat Minister Laumann insgesamt an vier Krankenhäuser Förderbescheide ausgehändigt. Pressemitteilungen zu den weiteren Förderungen finden Sie in unserer Pressedatenbank sowie unter den weiterführenden Links auf dieser Seite. Das Foto von der Bescheidübergabe finden Sie weiter unten zum Download.
Hintergrund Krankenhausstrukturfonds
Der Krankenhausstrukturfonds wurde 2016 vom Bund eingerichtet, um die Krankenhauslandschaft zu modernisieren und die Versorgung effizienter zu gestalten. Finanziert wurde er aus Mitteln der Länder sowie der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds, also aus Mitteln der Beitragszahler der gesetzlichen Krankenversicherungen. Von 2016 bis 2025 konnten die Länder im Rahmen dieses Fonds Förderanträge für Vorhaben der Krankenhäuser an das Bundesamt für Soziales Sicherung (BAS), welches den Fonds verwaltet, stellen. Neue Anträge können seit Ende 2025 nicht mehr gestellt werden. Damit gilt der Fonds als ausgelaufen. Im Rahmen dieses Fonds werden nur noch die vorliegenden restlichen Anträge durch das BAS geprüft. Seit 2026 ist es dafür möglich, Förderungen aus dem Krankenhaustransformationsfonds zu beantragen. Mit dem Fonds, der von Bund und Ländern kofinanziert wird, werden strukturverändernde Vorhaben gefördert, durch die die Krankenhauslandschaft zukunftsfest aufgestellt wird.